Die städtische Kunstgalerie
Die städtische Kunstgalerie von Bellinzona, eröffnet 1985 in der "Villa dei Cedri", zeigt regelmässig Ausstellungen in engem Zusammenhang mit dem Aufbau ihrer Sammlung. Das Hauptinteresse gilt der Entwicklung der schweizerischen und italienischen Bildkultur im Uebergang vom 19. zum 20. Jahrhundert sowie der zeitgenössischen Kunst. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die Künstler der Region. Arbeiten über die Werke der Sammlung, durchgeführt von jungen Forschern, werden in der Reihe "Quaderni di Villa dei Cedri" veröffentlicht. Die Ausstellungen werden in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen durchgeführt, so die Eröffnungsausstellung über Luigi Rossi wie auch jene über Filippo Franzoni, die beide nach Mailand gebracht wurden. Andere ausgewählte Rückblicke galten den Werken von Felix Vallotton, Albert Anker und Guido Tallone. Die Sammlung der "Villa dei Cedri" befindet sich noch im Aufbau. Ihr Kern besteht aus bemerkenswerten Schenkungen (Moretti, Pico, Rossi) und Werken aus dem malerischen Schaffen Italiens, insbesondere der Lombardei der zweiten Hälfte des 19. Jhdts. Vertreten sind Giuseppe Barbaglia, Leonardo Bazzaro, Silvio Bicchi, Pietro Chiesa, Giuseppe Casciaro, Carlo Cressini, Adolfo Feragutti Visconti, Filippo Franzoni, Emilio Longoni, Giuseppe Pellizza da Volpedo, Luigi Rossi, Giovanni Segantini, Paolo Sala, G. A. Sartorio, Cesare Tallone und Vincenzo Vela. Das 20. Jhdt ist gegenwärtig mit Werken von Giuseppe Amisani, Aldo Carpi, Raffaele de Grada, Alberto Salietti, Guido Tallone, Arturo Tosi sowie mit Tessiner Künstlern wie Jean Corty, Guido Gonzato, Giuseppe Foglia, Mario Ribola, Augusta Sartori vertreten. Auch die Gegenwart ist repräsentativ vorhanden: Schenkungen von Guberti, Guidi und Huf folgen Werke von Giuseppe Bolzani, Massimo Cavalli, Pierre Casè Edmondo Dobrzanski, Mario Comensoli, Sergio Emery, Renzo Ferrari, Donato Spreafico, Gianni Metalli, Fernando Bordoni sowie der kürzlich verstorbenen Mario Marioni, Giovanni Genucchi und Alberto Salvioni. Erwerbungen, Schenkungen und Deposita werden die Sammlung in nächster Zeit weiter bereichern; hinzu kommt eine graphische Sammlung. Zudem stehen eine Bibliothek, eine Videothek sowie ein Bulletin über die Tätigkeit des Museums zür Verfügung.
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