Willkommen im Misox: Behagliche Täler zwischen Türmen und Schlössern
Eilige Reisende, die die Mesolcina- und Calancatal auf der Autobahn durchfahren, können seine verborgene Schönheit kaum wahrnehmen. Die steilen Felswände, die das Tal umgeben, wirken beinahe beängstigend. Dieser Eindruck wird jedoch bald abgelöst durch die Wasserfälle, die ein Loblied auf die üppige Natur anstimmen. Dichte Wälder laden zum Wandern in einer prachtvollen Bergwelt ein. Sie bieten aber auch Schatten für erholsame Spaziergänge am silberfarbenen, munter dahin plätschernden Fluss, der die erhabene Stille der Schlösser, Burgruinen und alten Wachtürme betont. Ein Tal, dessen Bewohner gewohnt sind, alle Reisenden gastlich aufzunehmen, die seit Jahrhunderten diese Verbindung zwischen Nord und Süd wählen. Mesolcina und Calancatal allen Schaulustigen gerne entgegen, die auf einer hundertjährigen Eisenbahn, vorbei an kleinen Industriebetrieben, oder auf alten Schmugglerpfaden auf Entdeckungen aus sind. Wo der Fluss Moesa in den Ticino mündet, beginnt eine Reise, die mit ihren reizvollen Gegensätzen verblüfft: alte Kapellen mit wertvollen Kunstschätzen, moderne Kirchen, die von einem Gebirgskamm zum andern grüssen. Ein Gewirr von Strassen, Strässchen und Seilbahnen führt zu kleinen Dörfern, die an den Felswänden zu kleben scheinen und vom ländlichen Leben künden. Ungewöhnliche Empfindungen lassen sich an Bord der metallenen Vögel der Lüfte erleben, die vom Talboden aufsteigen, um ihr hochgelegenes Nest auf dem berühmten Alpenpass San Bernardino zu erreichen. Im Dorf San Bernardino pulsiert der Tourismus: Die verschneiten Hänge locken zum Wintersport, die kleinen Seen spenden im Sommer Erholung und Frische. Der freigebige Boden erlaubt ländliche Tafelfreuden, die auf Käse, Wurstwaren, Pilzen und Wildgerichten beruhen.
Das Misox, ein gastfreundliches Land!
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