Willkommen in das Bleniotal, Tal der Sonne, der Bauernhäuser und Museen
Das Bleniotal sollte man mit den Augen eines Kindes entdecken, das zum ersten Mal die Sonne erblickt. Dann schläft es ein und wundert sich am nächsten Morgen, dass die Sonne schon wieder aufgeht. In dieser Terra dell'Alto Ticino hat der Mensch sein Leben nach einmal pastellfarbenen, dann wieder gleissenden Farbtönen eingerichtet. Ein beinahe sklavenhafter Fleiss entfaltete sich in historischen Unternehmen wie jener Schokoladefabrik, die nur noch in der Erinnerung und auf bunten Ansichtskarten weiterlebt. Kleine Dörfer am Waldrand erwachen, wenn die Trommler den Umzug der napoleonischen Milizen in ihren bunten Uniformen ankündigen. Dann tritt ein Jahr lang wieder Ruhe ein, in der sich die Familien wohl fühlen. Hunderte von kleinen Bauernhäusern machen aus dem Tal der Sonne ein riesiges Hotel, in dem das Wasser und die Heilkräuter ihre wohltuende Wirkung ausüben. Die Liebe zu dem eigenen Boden regt die Handwerker an und füllt die Küchenschränke der Bauern mit duftenden Köstlichkeiten. Es ist ein Land der Sonne mit reicher Tradition. Die Ruinen einer Burg oder die würdevollen Räume eines Museums künden von altem Glanz, hundertjährige Traubenpressen lassen ebenso an kräftige Rotweine denken wie die Trauben, die noch heute in den historischen Rebbergen reifen. Ein dichtes Wegenetz führt auf luftige Anhöhen mit atemberaubender Aussicht. Je höher man klimmt, um so mehr lädt der Berg zur stillen Meditation ein. Die Lichtungen hingegenregen zum Nachdenken über das unlösbare Verhältnis ein, das Mensch und Natur verbindet. Es sind die Terre di Blenio, sonnig und heiter auch im Winter, wenn sich die Schulkinder auf den verschneiten Hängen tummeln, während in der Ebene, wo nur der nahe Bach als Gefährte wahrgenommen wird, Skilangläufer auf ihren Brettern dahin gleiten und die Natur in vollen Zügen erleben. Es sind die Terre di Blenio, ein Tal, in dem die Sonne zum Schauspiel wird.
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