Der Emma-Poglia Saal
Den Hölzernen Saal liess die Familie Emma im 17. Jahrhundert als Täfelung für die Eingangshalle ihres Hauses in Olivone, in Bleniotal, anfertigen. Der Saal stellt ein typisches Beispiel für einen Herrschaftssaal aus dem späten 17. Jahrhundert dar, wobei der nordische Einfluss verglichen mit Graubündner und Urner Sälen deutlich hervorgeht; ein Einfluss der wahrscheinlich von der Nähe Olivones zum Lukemanierpass herrührt. Der Saal diente nicht nur als Eingangsraum, sondern wurde auch als Wärmestätte benutzt, wie heute noch der aus Stein geschaffene Ofen mit dem Wappen der Familie Emma (ein Adler und ein aufgerichtet Löwe) beweist. Es handelt sich um einen Herrschaftsraum aus dem Bleniotal, mit nordischem und barockem Einschlag, auf der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Seine ursprüngliche Grösse in Olivone betrug zirka 30 Quadratmeter. Der gesamte Saal wurde aus massivem Nussholz gefertigt, mit Ausnahme der Dekorationen, die an der Decke angebracht wurden und der nicht sichtbaren Teile des Schrankes (Regale und Schrankwand), die aus Tannenholz gefertigt wurden. Da sich der Kanton Tessin der Bedeutung des Saales schon früh bewusst war, beschloss man 1944, den Saal den Erben der Familie Poglia abzukaufen. Auf Initiative von der Kantonalen Kommission für historische Kulturgüter, wurde der Saal in der Burg Castelgrande aufgestellt, wo er bis 1989, dem Jahr seiner Verlegung in die Burg Sasso Corbaro und der sorgfältigen Restauration, blieb
Im Burgturm Belvedere: temporäre Ausstellungen
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